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Regenbogenbrücke - Die Schnauzer, die es leider nicht geschafft haben...

Eine tröstende Legende

Diesseits des Himmels beginnt eine Brücke, die die Regenbogen-Brücke genannt wird. Wenn ein Tier stirbt, das ganz

besonders eng mit einem Menschen im Diesseits verbunden war, dann betritt es diese in allen Farben leuchtende

Regenbogen-Brücke - und findet im Jenseits sein Paradies: Wiesen und Hügel und Täler und Wälder - für jeden

unserer geliebten Freunde findet sich die richtige Umgebung, und sie laufen und spielen miteinander unbeschwert.

Es gibt Futter, Wasser und Sonnenschein reichlich, und unsere Freunde fühlen sich warm und geborgen.

 

Alle Tiere, die alt und krank die Erde verließen, bekommen ihre Jugend und ihre Gesundheit zurück, die verletzten

oder verstümmelten Tiere werden wieder stark und heil - so, wie wir sie in unserer Erinnerung an die vergangenen

glücklichen Tage in unserem Herzen bewahrt haben. Die Tiere sind glücklich und zufrieden - mit Ausnahme einer

"Kleinigkeit": Jeder von ihnen vermisst jemanden - einen Menschen, den er zurücklassen musste. Und so spielen

und toben sie Tag für Tag miteinander - bis plötzlich einer von ihnen innehält und den Blick in die Ferne richtet. Seine

glänzenden Augen werden wachsam, der Körper beginnt zu beben. Dann löst er sich plötzlich von der Gruppe, fliegt

über das grüne Gras, wird schneller und schneller. Er hat DICH entdeckt, und wenn ihr euch trefft, feiert ihr ein

glückliches Wiedersehen und wisst, dass nichts mehr euch wieder trennen kann. Glücklich küsst ihr euch, du

streichelst wieder und wieder den lieb gewordenen Kopf, schaust tief in diese Augen, die so lange von deinem Leben

getrennt, aber nie aus deinem Herzen verschwunden waren.

 

Und dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogen-Brücke...

 

Autor unbekannt, aus dem Amerikanischen © für diese deutsche Übersetzung: Herbert E. A. Bangen

 

Auch wenn die hier vorgestellten Schnauzer meist in irgend einem Tierheim der Welt auf ihr neues Zuhause gewartet und ihre

neue Chance nicht mehr erlebt haben, so gab es doch mindestens einen Menschen, der sich um sein Wohl sorgte - der Mensch,

der mir den Notfall meldete. Ich erhalte meist sehr sorgenvolle Zeilen, besonders von den im Ausland tätigen Organisationen.

 

Ich hoffe, nicht viele dieser armen Seelen in dieser Rubrik einstellen zu müssen.  

 

 

Nr. 103:    Kelli

Kelli

Groß, schwarz und leicht übersehbar. Kelli hatte nicht gerade das große Los gezogen. Sah man genauer hin, fand man

einfach einen vollkommen eingeschüchterten Hund, der die Welt nicht mehr versteht und das Vertrauen in die Menschen

verloren hatte.

 

Die zehn Jahre alte Schnauzermix-Seniorin wartete seit 11/2008 im Tierheim Mulhouse auf ein neues Glück. Sie hat es

nicht mehr gefunden. Kelli ist leider einsam und allein in ihrem Zwinger verstorben.

 

Ein trauriger Fall des Vereins www.grenzenlose-hundehilfe.de und des TSV Weil am Rhein e. V.

 

 

 

Nr. 288:   Balou

 

 

 

Balou, Jg. 2006, gehörte zu den Herzenshunden aus Sangonera und kam im Februar 2009 durch eine Rettungsaktion nach

Deutschland. Das liebe Kerlchen wartete so lange auf seine Menschen. Er war groß und freundlich und wedelte wie wild mit

seinem kurzen Schwänzchen, wenn man mit ihm spielte. In Spanien hat man dem armen Kerlchen die Ohren und die Rute

kupiert. Balou liebte Hündinnen und wurde zum rechten Charmeur, vertrug sich aber auch mit den meisten Rüden. Trotz seiner

Größe war er nicht ruppig, sondern eher verhalten mit einem durchschnittlichen Temperament und Bewegungsdrang. Er war

sehr gelehrig und folgsam.

 

Balou war ein sehr ausdauernder Schmuser und genoß Zuwendungen und Streicheleinheiten mit großer Hingabe. Er wartete

auf einer Großpflegestelle in Thüringen auf eine Familie.

 

Leider hat er es nicht geschafft. Am 11.05.2011 ist er über die Regenbogenbrücke gegangen...

 

Ein Fall vom Tierschutzverein für Sonderfelle

 

 

 

Nr. 197:  Lucky (Juli 2010)

 

 

Lucky wurde am 22.09.2004 geboren und war hier seit Dezember 2009 in der Vermittlung, bis seine Lebenszeit leider abgelaufen

war. Schade, dass dem kleinen Kerlchen nicht noch einmal das Glück einer eigenen Familie beschieden war. 

 

Ein Fall vom Tierheim Northeim u. U. e. V.

 

 

Nr. 86:   Oleg (Dezember 2008)

 

 

Oleg war ein ca. 1998 geborener Riesenschnauzer, etwa 60 cm groß und lebte in einem Tierheim in der Ukraine. Trotz seines

erbärmlichen Lebens, das er dort führen musste, war Oleg noch gesund und hätte ein paar schöne Jahre in einem neuen

Zuhause verbringen können.

Sein ganzes Leben verbrachte er bisher an der Kette, auch im Tierheim. Oleg war ein sehr verschmuster, freundlicher Hund,

der kaum bellte und das Tierheimgeschehen meist von seinem Hüttendach aus beobachtete. Er hatte zwei Hündinnen als

Freundinnen, die mit ihm in seiner Hütte schliefen. Da er die meiste Zeit auf dem Metalldach seiner Hütte verbrachte, hat er

hinten abgewetzte Stellen.

Oleg hätte sein erbärmliches "Dachleben" in der Ukraine Anfang Dezember verlassen können. Ein schönes Zuhause war gefunden,

dann ist er noch im Tierheim verstorben.

 

Ich hoffe, nicht oft solche traurigen Meldungen einstellen zu müssen. Oleg wäre fast eine Glücksnase geworden, und nun muss

ich seinetwegen diese traurige Seite eröffnen... 


Ein Fall des TSV Namenlos-Tierhilfe kennt keine Grenzen e. V.